Die Gruppe
Allgemeine Informationen:
Die Bruderschaft ist eine 2009 gegründete Lagergruppe, welche sich der Darstellung mittelalterlichem Lebens in der Zeitgestellung etwa um 1190-1200* herum verschrieben hat. Wir bieten derzeit ein kleines Lager für Mittelalterevents mit 2-3 Zelten,

Darstellung diverser Handarbeitskunst, kleine Feuershoweinlagen mit Poi, Freifechten mit dem Langen Schwert und viele
Kleinigkeiten mehr.
Ausdrücklich möchten wir zu unserer Darstellung sagen, dass wir keinen Anspruch auf einhundertprozentige historische Korrektheit erheben (können).
Die größtmögliche Annäherung an historische Korrektheit ist sehr kostspielig und bedarf zeitaufwändiger Recherche und Rekonstruktion, die sich immer um
Interpretationen von Ausgrabungsfunden oder Abbildungen und Schriften handelt. Nicht alles, was sie derzeit (noch) in unserem Lager finden, ist nach historischen Quellen belegt oder entstammt sicher unserer gewählten Epoche, aber einiges haben wir bereits nach Vorlagen versucht selbst zu rekonstruieren. Und so lernen wir im Sinne von "Geschichte erleben" immer noch und gerne bei jeder Gelegenheit etwas dazu und versuchen unsere Darstellung stets zu verbessern.

Bei aller Liebe zum Mittelalter sind und bleiben wir aber Menschen des 21. Jahrunderts. Den Unsinn namens "Marktsprech" wird man von uns deshalb nicht hören. Lieber wollen wir nach Möglichkeit das Platt unserer Herkunftsregionen üben, stellen sie das tatsächliche und (noch) lebendige Erbe der altsächsischen Sprachen dar.

Auch die Lebensgeschichte unserer gespielten Charaktere sehen wir mit einem deutlichem Augenzwinkern. Somit gehen wir wohl als "GNI" - geschichtsnah interpretiert durch.
Verzichten möchten wir hier an dieser Stelle auch auf weitschweifige Ausführungen zu der Geschichte und den Tätigkeiten des historischen Hospitaliterordens. Solcherlei Ausführungen finden Sie beispielsweise im Internet bei anderen Darstellergruppen mehr als reichlich, als dass es nötig wäre, dies nochmal zu wiederholen. Wer sich aber wirklich intensiv mit der Ordensgeschichte auseinander setzen möchte, kommt um das selber Lesen von Sekundärquellen und Tertiärliteratur nicht herum. Sehr gerne erläutern wir Ihnen aber die Geschichte und Geschehnisse, die Tätigkeiten und Werke des historischen Ordens in unserem Lager.
Für die Zukunft ist auch eine kleine Hospitalsdarstellung angedacht.
Für Referenzen schauen Sie bitte auf die Seite "Hospital"
Für die Ordensdarstellung gilt insbesondere:
Kein Mitglied unserer Gruppe war
oder ist Mitglied oder Angehöriger eines der fünf anerkannten St. Johannes-Orden. Wir wollen auch keinstenfalls den Anschein erwecken, dass dem so sei! Wir wollen ebensowenig den Anschein erwecken, wir würden einen der anerkannten Orden repräsentieren oder eine ordensähnliche Gemeinschaft unter Verwendung der nach internationalem Recht geschützen Symbole der St. Johannes-Ordensgemeinschaften darstellen ("Anscheinsorden"). Uns geht es allein um den darstellerischen Aspekt im Sinne von "Living History".
Wir verneigen uns in Hochachtung insbesondere vor den historischen wie heutigen caritativen Tätigkeiten und der schon früh gelebten bemerkenswerten Toleranz der Malteser und Johanniter weltweit!
Das Lager:
Besteht aktuell aus 3 Zelten, einer Kochstelle und einem Sonnensegel.
Herzstück ist seit Juli 2011 ein Sachsenzelt mit der Grundfläche 6x4 Metern. Hier nächtigen Albrecht und Ava (natürlich in Keuschheit in Taten als auch in Gedanken, so wie es die Regel befiehlt!). Hier steht der Altar, und solange das Hospitalzelt noch nicht fertig gestellt ist, wird hier im Notfall auch der Dienst an den Herren Kranken verrichtet werden.
Hier erste Bilder vom Probeaufbau:
Olivo und Elisabeth nächtigen immer dann, wenn ausreichend Platz ist ebenfalls in einem eigenen A-Zelt von 2x3 Metern Grundfläche.
Tagsüber bildet das Refektorium (Sonnensegel) von ca. 4x4 Metern Grundfläche den Mittelpunkt unseres Lagerlebens. Hier wird gewerkelt, gespeist, gelacht und Gemeinschaft erlebt. Nebenbei bemerkt: Wir sperren uns nicht ein und niemanden aus! Wer in Freundschaft um Einlaß in unser Lager bittet, wird stets an der Tafel wilkommen geheißen. Denn nur so kann man z.B. Fragen stellen und Antworten erhalten! Eine Absperrung um unser Lager wird man also selten bis nie vorfinden.
Die Kochstelle besteht aktuell noch aus einer einfachen Feuerschale und einem Dreibein. Gerüchten zufolge wird aber schon an einer größeren Feldküche gebaut...
Hier eine Gesamtansicht des Lagers in Dillenburg 2011, hier noch mit dem alten Rundzelt:
Für nächste Saison in Planung ist endlich das Hospitalzelt, sowohl für die Darstellung, als auch für die Versorgung realer Notfälle und Wehwehchen.
Erläuterungen zu unserer Zeitstellung:
Um 1190-1200 herum ist natürlich nur grobe Richtung. Wir nehmen für uns als Gruppe folgende Geschehnisse und politische Gegebenheiten an:
Die vernichtende Schlacht bei den Hörnern von Hattin ist selbstverständlich ebenso schon Geschichte, wie der dritte Kreuzzug.
Der Rotbart ist bereits baden gegangen, also ist Heinrich VI. römisch-deutscher Kaiser.
Demzufolge ist Coelestin III. Papst, und Geoffroy de Donjon der elfte Großmeister des Johanniterordens.
Adolf I. von Altena ist Erzbischof von Köln, seine Verwandten Arnold von Altena und Friedrich von Berg-Altena sind Grafen von Altena, Friedrich war Albrechts früherer Herr.
In Albrechts und Avas neuer Heimat ist Adolf III. von Schauenburg-Holstein Graf in Holstein. Kürzlich beendet erst wurde die Fehde zwischen Adolf und Hartwig II. von Uthlede, dem Erzbischof von Bremen und Hamburg. Adolf von Schauenburg und Hartwig befinden sich mit Heinrich auf dem Deutschen Kreuzzug, und so gibt es an der Eider ausreichend zu tun, denn die Dänen werden zunehmend lästiger; der Expansionsdrang ihres Königs Knut VI. tritt immer deutlicher zu Tage.